Vorstände in Entwicklung

„Als Mitglieder der DPSG nehmen wir den Schutz und die Weiterentwicklung der eigenen Person bewusst in die Hand. Der Verband unterstützt uns besonders bei der Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit. Er richtet seine Programme, Angebote und Strukturen darauf aus, dass wir als seine Mitglieder uns in zunehmender Selbstbestimmung erziehen.“13 Das Sprichwort Niemand ist perfekt kennt sicherlich jede Leiterin und jeder Leiter, auch jeder Vorstand, jedes Elternteil und wahrscheinlich sogar die allermeisten Gruppenmitglieder. Als Vorstandsmitglieder haben Frauen und Männer die Chance sich in vielen Bereichen weiter zu entwickeln und unterschiedliche Erfahrungen zu machen, von denen sie lange profitieren werden. Eins der drei Prinzipien der Weltpfadfinderbewegung „Duty to self“ beschreibt unter anderem die Verpflichtung, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf sich selbst zu achten. Pfadfinderinnen und Pfadfinder tun dies, indem sie Verantwortung gegenüber sich selbst übernehmen. Alle Leiterinnen und Leiter, alle Mitglieder des Vorstands und selbstverständlich alle weiteren Mitglieder der DPSG sind „in Entwicklung“ und so ist es ganz selbstverständlich, die eigene Meinung weiterzuentwickeln, Fehler zu machen, diese zu korrigieren und „menschlich unperfekt“ zu sein. Nur so können alle Beteiligten unterschiedliche Erfahrungen machen, diese mit anderen teilen und mehr Sicherheit im eigenen Handeln gewinnen. Oftmals erwarten Menschen von sich, keine Fehler zu machen und erwarten dies auch von anderen. Eine offene Haltung zur Weiterentwicklung als wichtigem Schritt der Persönlichkeitsbildung gibt uns die Möglichkeit, entspannter mit solchen Situationen bei anderen und sich selbst umzugehen. Insbesondere in einem Kinderund Jugendverband mit ehrenamtlicher Arbeit lässt sich ein solches Prinzip sehr gut umsetzen. Hohe Ansprüche an die eigene Person sowie die hohen Ansprüche der Umgebung des Stammes halten jedoch oftmals davon ab, nachgiebig und fehlertolerant miteinander umzugehen. In der DPSG sollen sich Menschen gegenseitig diese

13 Ordnung der DPSG (2017); S.16

Entwicklung zugestehen und aktiv daran arbeiten, sie sich selbst und anderen zu ermöglichen. In der Wahrnehmung und Umsetzung dieser Möglichkeiten entwickelt sich wahres pfadfinderisches Handeln.