Die Leiterrunde – eine echte “Gruppe”
Eine Leiterrunde ist kein zufälliges Zusammentreffen von Leiterinnen und Leitern. Alle Beteiligten sollen als Gruppe zusammenwachsen und so gemeinsam voneinander und miteinander lernen und miteinander über das Wohl und die Zukunft des Stammes beraten. Hier kommen die Mitglieder der Leiterrunde zusammen, um in ihrer eigenen Gruppe zu leben. Dieses Erleben ist für die Arbeit im Stamm nicht zu unterschätzen: In den einzelnen Stufen sind die Leiterinnen und Leiter nie Mitglied der Gruppe sondern leiten sie. Auch in einer Gruppe, die man schon lange leitet und auch nicht in einer (fast) erwachsenen Roverrunde sind Leiterinnen und Leiter Mitglied der Gruppe. Sie befinden sich in einer ganz besonderen Position und müssen an bestimmten Punkten (z.B. bei den Themen Aufsichtspflicht, Jugendschutz, etc.) sehr deutlich bestimmen, was gemacht werden darf und was nicht. Das bedeutet nicht, dass es keine freundschaftlichen Beziehungen geben darf, sondern eher, dass der gegenseitige Respekt sich auch auf die unterschiedlichen Rollen und Funktionen bezieht und dass die Rolle des Vorstands oder der Leitungskraft neben aller persönlichen Sympathie auch respektiert und anerkannt werden muss. Die Leiterrunde ist die Gruppe, in der Leiterinnen und Leiter sowie alle anderen, die dazugehören, Mitglied sind und sich selbst als Gruppenmitglieder verhalten dürfen und sollen. Der Vorstand ist also einerseits verantwortlich für die Leiterrunde, andererseits aber auch ein Teil der Gruppe.