Der richtige Zeitpunkt zur Leiterinnen- und Leitergewinnung
Die persönliche Lebenssituation ist oft ein sehr entscheidender Faktor, wenn es darum geht, eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen. Junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren engagieren sich relativ häufig ehrenamtlich, hingegen erfolgt mit Mitte zwan-
zig bis Mitte Dreißig oft eine Pause, in der die Beendigung des Studiums, der Berufseinstieg und die Familiengründung im Vordergrund stehen.21 Aber auch ob jemand auf dem Land und nicht in der Stadt wohnt, erwerbstätig und dazu gut qualifiziert ist, als auch die Zugehörigkeit zu einer Kirche erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen um die 40 Jahre wieder mehr engagieren, ist deutlich vorhanden und kann vielleicht von der Leiterrunde genutzt werden.22 Für Verantwortliche in der DPSG kann dies zum Beispiel bedeuten, dass junge Menschen am Ende ihrer Zeit als Roverinnen und Rover den Wunsch haben, sich weiterhin in der DPSG zu engagieren und gerne eine Funktion übernehmen möchten. Dies ist eine große Chance und Aufgabe für Stammesvorstände. Nicht alle Roverinnen und Rover zeigen oder sagen direkt, dass sie Leiterin oder Leiter werden möchten. Vielleicht denken sie, dass alle Leitungsämter besetzt sind und keine Chance besteht dort einzusteigen oder zweifeln an ihrer persönlichen Qualifikation, um als Leitungskraft tätig zu sein. Diese Roverinnen und Rover werden sich vielleicht irgendwann zurückziehen und neben einem tollen Menschen entgeht dem Stamm auch noch eine Leitungskraft.