Praxistipp zur Unterstützung bei finanziellen Engpässen der Mitglieder

Besonders wenn Vorstand oder Leitende vermuten, dass es in ihrem Stamm Familien oder Leitungskräfte gibt, die ein geringes Einkommen haben, ist es ratsam, dass der Vorstand sich bzgl. des Bildungspaketes informiert und offensiv damit auf die Mitglieder zugeht. Es kann davon ausgegangen werden, dass in jedem Stamm Einzelpersonen oder Familien diese Unterstützung gut gebrauchen können. Es wäre schlimm,

40 Vgl.: http://dpsg.de/de/ueber-uns/eltern-fragen/was-kostet-pfadfinden.html

wenn Kinder und Jugendliche aus finanziellen Gründen nicht in der DPSG Mitglied sind oder an Fahrten nicht teilnehmen. Wenn Stämme trotz der Ermäßigungen und des Bildungspaketes ihre Kosten nicht decken können, gibt es oftmals Stiftungen, Fördervereine, Gemeindeoder Stadtcaritasverbände, etc., die bei der Finanzierung unterstützen können. Informationen hierzu gibt es oftmals auch bei den Aktiven auf Bezirksoder Diözesanebene oder in den Gemeinden. Die so gesammelten Informationen sind sehr wenig wert, wenn sie der Vorstand für sich behält. Die Informationen über Ermäßigungen und Zuschussmöglichkeiten sollten bei Elternabenden, in Infoschreiben zur Anmeldung und bei anderen Aktionen veröffentlicht werden. Wichtig ist, dass die Schwelle bei denjenigen, die Unterstützung benötigen, möglichst gering ist und Eltern wissen, dass man mit Leiterinnen und Leitern sowie den Vorstandsmitgliedern offen und vertraulich über diese Dinge reden kann. Durch das Veröffentlichen der Informationen zeigt der Stamm, dass es normal ist, mit dem Thema offen umzugehen und dass es im Stamm ein gewisses Fachwissen gibt. Oftmals werden die Gruppenleiterinnen und -leiter die ersten Ansprechpersonen sein. Es ist eine gute Vorbereitung, wenn im Stamm bereits ohne konkreten Fall geklärt wird, wie es dann weitergeht, z.B. an welches Vorstandsmitglied verwiesen wird oder ob die angesprochene Leitungskraft immer ein Treffen mit Eltern und zuständigem Vorstandsmitglied organisiert.